Die Zusammengehörigkeit gestärkt

Zukünftige Pfarrei Nordbadische Bergstraße feiert Gemeindefest

Wer hätte gedacht, dass nach einer regnerischen Nacht pünktlich um 10 Uhr die Sonne hinter den Wolken hervorkommt?

Die Katholikinnen und Katholiken aus der Region Bergstraße-Neckar-Odenwald ließen sich vom grauen Himmel nicht beirren, sondern machten sich am 15. Juni zahlreich auf den Weg in den Benzpark nach Ladenburg, um ein gemeinsames Gemeindefest zu feiern. Mit den Worten
„Es kann anders werden“ begrüßte Pfarrer Sebastian Feuerstein die Besucherinnen und Besucher aus den insgesamt 19 Kirchen der Region.
Nicht nur das Wetter an diesem Tag wurde anders, sondern auch das Gemeindeleben in den kommenden Jahren wird sich verändern. Bis 2026 soll aus den ursprünglichen Pfarreien eine große katholische Kirchen- gemeinde mit dem Namen Nordbadische Bergstraße werden. Ein wichtiger Teil dieser Entwicklung ist die Gründungsvereinbarung, die diesen Sommer verabschiedet wird. Sie ist ein Arbeitsdokument, das einen ersten Einblick in die zukünftige Ausrichtung der Pfarrei gibt. Um diesen Meilenstein zu feiern, und damit sich die Gemeindemitglieder kennenlernen können, organisierte das Projekt-Team der Kirchenentwicklung dieses Fest.
Die Gebete für gutes Wetter wurden erhört und so startete der Tag mit einer Eucharistiefeier im Freien, die gemeinschaftlich von den Leitern sowie Ministrantinnen und Ministranten der fünf Seelsorgeeinheiten gestaltet wurde. Eine Band mit Mitgliedern aus Ladenburg und Hemsbach begleitete die Messe musikalisch. Während des Gottesdienstes wurde erstmalig aus einem neuen Evangeliar vorgelesen, dessen Einband die Künstlerin Veronika Drop gestaltet hat. Auf der Vorderseite sind viele bunte Menschen abgebildet, die sich lebhaft hin und her bewegen. „Es sind Menschen, die Veränderung leben. Sie nehmen die Kraft aus Seinem Wort“, erläuterte Sebastian Feuerstein die Gedanken hinter dem kunstvoll gestalteten Evangeliar.
Im Anschluss an die Eucharistiefeier konnte man sich bei Flammkuchen, Hähnchen und Pommes besser kennenlernen und das Wissen um die zukünftige Pfarrei bei einem Quiz testen. Für Kinder gab es ein Spiel- und Mal-Zelt, das die Seelsorgeeinheit Schriesheim-Dossenheim zur Verfügung gestellt hatte. Ein schön gedeckter Kaffeetisch lud die Gemeindemitglieder dazu ein, sich zu einem Kaffeekränzchen zu verabreden:
„Es wäre sehr schön, wenn es mit dem Fest nicht beendet ist, sondern die Aktion weitere Kreise zieht und die Leute nochmal zusammenbringt“, erklärte die Organisatorin der Kaffee-Treffen.
Oberministrant Richard Walter aus Hohensachsen fasste das Gemeindefest so zusammen: „Der soziale Zusammenhalt wird immer stärker, man kennt immer mehr Leute und es ist echt schön, Menschen zu treffen, die nett sind und sich für die gleichen Sachen interessieren wie man selbst.“
An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei den Hauptorganisatorinnen Regina Kailich und Sabine Weil bedanken, die so ein schönes Fest auf die Beine gestellt haben. Unser Dank gilt außerdem den vielen Ehrenamtlichen, die beim Auf- und Abbau, Getränkeverkauf und den Spielstationen mitgeholfen haben. ●

Das Evangelium in die Zukunft weitertragen

Neues Evangeliar für die zukünftige Kirchengemeinde Nordbadische Bergstraße
Die katholische Kirche in der Region Bergstraße-Neckar-Odenwald befindet sich in einem Veränderungs- prozess, der für die Mitglieder nicht immer sichtbar ist. Das soll sich jetzt mithilfe eines neuen Evangeliars ändern, das erstmalig beim Gemeindefest am 15. Juni 2024 verwendet wurde. Bevor das liturgische Buch seinen Platz in der Patronatskirche in Weinheim findet, wird es im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 durch die bisherigen Kirchorte wandern.

Kunstvolle Gestaltung des Einbands
Aufgrund der besonderen Bedeutung für die neue Pfarrei wurde der Einband des Evangeliars von der Künstlerin Veronika Drop gestaltet: „War früher un- ser Kirchenbild eher von dem Gedanken getragen, dass alle in dieselbe Richtung blicken, so zeigt die- ses Bild ein fröhlich-buntes Völkchen, das hin und her wuselt“, erläutert die Hirschbergerin ihre Ge- danken zur Gestaltung des Einbands. Der gold- farbene Hintergrund steht für das Göttliche – die Grundlage des Glaubens und der neuen Pfarrei.
„Die bewegte Menschenschar befindet sich zwar vor und unter dem Goldgrund, steht aber auf einem dunklen Grund. Der Mensch hebt nicht ab, sondern bleibt fest geerdet“, erklärt Veronika Drop weiter.
 

Ermutigung für die Mitglieder der neuen Pfarrei

Schuldekan Markus Bender, der die Gestaltung des Evangeliars angestoßen hat, sagt dazu: „Un- sere bisherigen Pfarreien und vor allem die Men- schen dort sind für die frohe Botschaft unterwegs, auch wenn wir aus verschiedenen Orten kommen und unseren Glauben unterschiedlich leben. Das Evangeliar soll ein Zeichen dafür sein, dass wir trotz der vielen Veränderungen fest verankert blei- ben in Jesus Christus und in der Gemeinschaft mit unseren Glaubensgeschwistern, und wir das Evangelium in die Zukunft weitertragen wollen.“
An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Veronika Drop für den kunstvoll gestalteten Einband bedanken, der uns die nächsten Jahre in der Kirchenentwicklung begleiten wird. Unser Dank gilt außerdem den beiden Pfarrern Dr. Joachim Dauer und Sebastian Feuerstein, die ebenfalls ihre Ideen eingebracht haben. ●